Audi setzt (Z)Eichen
1. Dec 2010 - Auto-Reporter.NET
In Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten und dem Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der Technischen Uni München hat Audi das Projekt „CO2-Speicher-Eichenwald“ vergangenes Jahr am Standort Ingolstadt ins Leben gerufen. Ziel ist der nachhaltige Schutz der Umwelt durch intensive Forschungsarbeit zu den standortspezifischen Bedingungen für Biodiversität. Nach der Eichenwaldpflanzung in Ingolstadt und Györ startete jetzt das Projekt auch am Audi-Standort Neckarsulm. Der CO2-Speicher Eichenwald entsteht im Stadtwald Beilstein auf einer Fläche von rund fünf Hektar.
„Wer Bäume pflanzt, investiert in die Zukunft“, sagte Staatssekretärin und Mitglied des Landtages Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, die zur Auftaktveranstaltung gemeinsam mit dem Neckarsulmer Werkleiter Albrecht Reimold symbolisch eine Eiche im Forschungsareal pflanzte. Audi lege mit dem CO2-Speicher Eichenwald in Neckarsulm den Grundstein für einen neuen und besonderen Lebensraum. „Umweltschutz endet für Audi nicht am Werkstor,“, betonte Reimold. Der intelligente Umgang mit Ressourcen sei für den Autohersteller ein gesamthafter Ansatz, der sowohl bei den Produkten als auch in der Produktion konsequent gelebt werde.
Insgesamt 10.000 Stieleichen-Setzlinge wurden dazu im Beilsteiner Stadtwald gepflanzt. Die Aufforstung unter der Anleitung des Münchener Lehrstuhls für Waldwachstumskunde wurde in einer genau definierten konzentrischen Versuchsanordung aus sogenannten „Nelder-Kreisen“ vorgenommen. Denn die wissenschaftliche Begleitung des Projektwaldes soll wichtige Erkenntnisse in Hinblick auf die Zukunft unserer Wälder, Klimaschutz und Biodiversität geben. Im Mittelpunkt steht für die Forscher, welchen Einfluss der Pflanzabstand, die Konkurrenzflora und das Klima auf das Wachstum der Eichen haben. Die Baumart speichert dabei in hohem Maß Kohlenstoff und bietet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, es entsteht ein Ökosystem für bis zu 500 Lebewesen. Mit der Ausweitung des Wissenschaftsprojektes auf weitere internationale Audi- Standorte wird auch der Einfluss unterschiedlicher klimatischer Voraussetzungen in die Untersuchung einbezogen.
Seit 1995, und damit als erstes Werk im Premiumsegment, wird der Neckarsulmer Standort regelmäßig nach dem Umweltmanagementsystem der europäischen Union EMAS zertifiziert. Trotz steigender Modellvielfalt und wachsendem Produktionsvolumen gelang es in Neckarsulm, allein in den vergangenen fünf Jahren den Energiebedarf um rund 20 Prozent zu reduzieren. Seit 2001 betreibt der Standort ein konsequentes Energiemanagement und konnte so ein Einsparvolumen von circa 4.000 Tonnen CO2 jährlich realisieren. Seit 1985 erfolgt die Wärmeversorgung des Neckarsulmer Audi-Werks mit Fernwärme. (Auto-Reporter.NET/br)


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